Die Einzelmassenmethode (Methode der konstanten Gewichtsbelastung) ist eine der gebräuchlichsten Prüfmethoden für Schmelzflussratenmessgeräte (MFR) –YYP-400E;
Kern dieser Methode ist die Anwendung eines konstanten Gewichts auf die Kunststoffschmelze. Anschließend wird die Masse des durch die Standarddüse fließenden Schmelzmaterials bei vorgegebener Temperatur und Zeit gemessen, um die Durchflussrate zu berechnen. Die Vorteile liegen vor allem in der einfachen Handhabung, der hohen Genauigkeit, der breiten Anwendbarkeit und den geringen Kosten. Im Folgenden werden die Details erläutert:
1. Das Verfahren ist einfach und unkompliziert. Die Einzelgewichtsmethode erfordert lediglich die Konfiguration von Gewichten mit fester Größe und keine komplexen Lastumschaltvorrichtungen. Für den Test wird die Probe einfach bis zum Schmelzen erhitzt, das Gewicht aufgelegt, die Zeit gestoppt und das ausfließende Schmelzgut aufgefangen. Die wenigen Arbeitsschritte und die hohe Standardisierung ermöglichen geringe Anforderungen an die Bediener und eine schnelle Erlernbarkeit sowie Wiederholbarkeit. Im Vergleich zur Methode mit variabler Last (z. B. der Mehrgewichtsprüfung zur Bestimmung des Schmelzvolumenstroms) entfällt das Auswechseln von Gewichten und das Kalibrieren der Lasten, wodurch die Vorbereitungszeit für einen einzelnen Test deutlich reduziert wird.
2. Die Testdaten sind hochstabil und der Fehler ist kontrollierbar. Unter konstanter Last ist die Scherspannung im Schmelzgut stabil, die Fließgeschwindigkeit gleichmäßig und die Schwankung der aufgefangenen Schmelzgutmasse gering, was zu einer guten Reproduzierbarkeit des Schmelzflussraten-Wertes (MFR) führt. Die Genauigkeit der Gewichte lässt sich durch Kalibrierung (mit einer Genauigkeit von ±0,1 g) präzise kontrollieren, wodurch zusätzliche Fehler durch Gewichtskombinationen und mechanische Übertragung bei der Methode mit variabler Last vermieden werden. Dies eignet sich besonders für die präzise Prüfung von niedrigfließenden Kunststoffen (wie PC, PA) oder hochfließenden Kunststoffen (wie PE, PP).
3. Die Gerätestruktur ist vereinfacht, die Kosten sind geringer und die Wartung ist bequemer. Das MFR-Gerät mit Einzelgewichtsmethode benötigt kein komplexes Lastanpassungssystem (wie z. B. elektrische Beladung, Gewichtsspeicherung) und ist kompakter mit weniger Bauteilen. Dadurch ergeben sich im Vergleich zu Geräten mit mehreren Gewichten 20 % bis 40 % niedrigere Anschaffungskosten. Die tägliche Wartung beschränkt sich auf die Kalibrierung der Gewichte und die Reinigung von Matrize und Zylinder. Getriebe und Steuerungssystem müssen nicht gewartet werden. Die Ausfallrate ist gering, der Wartungszyklus lang. Daher eignet sich das Gerät für die routinemäßige Qualitätsprüfung in kleinen und mittleren Unternehmen sowie in Laboren.
4. Es entspricht den Standardanforderungen und eignet sich für gängige Qualitätsprüfungsszenarien. Die Einzelgewichtsmethode erfüllt die Anforderungen gängiger Normen wie ISO 1133-1 und ASTM D1238 und ist ein Standardverfahren für die Wareneingangsprüfung von Kunststoffrohstoffen und die Qualitätskontrolle im Produktionsprozess. Für die Werksprüfung der meisten gängigen Kunststoffe (z. B. PE, PP, PS) ist lediglich die Verwendung einer standardisierten festen Last (z. B. 2,16 kg, 5 kg) erforderlich, ohne dass zusätzliche Parametereinstellungen notwendig sind. Das Verfahren eignet sich daher für die Anforderungen der industriellen Großserienprüfung.
5. Die Daten sind intuitiv und für vergleichende Analysen geeignet. Die Testergebnisse werden direkt in „g/10min“ angegeben. Die numerische Größe spiegelt unmittelbar die Fließfähigkeit des geschmolzenen Materials wider und ermöglicht so einen einfachen Vergleich verschiedener Chargen und Rohstoffhersteller. Beispiel: Bei PP-Rohmaterial derselben Marke und einem Schmelzfluss (MFR) von 2,5 g/10min für Charge A und 2,3 g/10min für Charge B lässt sich ohne aufwendige Umrechnung oder Datenverarbeitung direkt feststellen, dass Charge A eine bessere Fließfähigkeit aufweist.
Es ist zu beachten, dass die Einschränkung der Einzelqualitätsmethode in ihrer Unfähigkeit liegt, die Scherratenabhängigkeit der Schmelze zu messen. Sollen die rheologischen Eigenschaften von Kunststoffen unter verschiedenen Belastungen untersucht werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Mehrlast-MVR-Geräts oder eines Kapillarrheometers in Kombination.
Veröffentlichungsdatum: 13. Dezember 2025






